So planst du deinen Roadtrip in den USA

Die USA steht quasi für unendlich weite Straßen, faszinierende National Parks, Städte der Superlative und eine tolle Abwechslung zwischen Action und viel Nichts. Perfekt für einen Roadtrip in den USA mit dem Auto oder dem Camper.

Und so planst du deinen Roadtrip

Auf Grund der Größe des Landes ist es, wenn deine Zeit beschränkt ist, schwierig einfach so drauf los zu fahren. Du musst dir vorher bewusst machen, welchen Teil und was genau du dir anschauen möchtest. Steht das fest kannst du dir Gedanken um die Routen machen. Wichtig zu wissen ist, dass die Entfernungen teils recht groß. Wir hatten während unserem Roadtrip im Westen der USA zwei extrem lange Strecken, bei denen wir fünfeinhalb bis sechs Stunden nur im Auto saßen.

Wann ist die beste Reisezeit für deinen Roadtrip in den USA

Die beste Reisezeit für die USA gibt es auf Grund der Größe des Landes einfach nicht. Die verschiedenen Zonen müssen einzeln betrachtet werden.

Beispielsweise der Norden, besonders um die Rocky Mountains, ist im Winter sehr kalt. Während die Region um Florida oder Kalifornien angenehm warm ist. Im Sommer könnte dir der Süden zu heiß sein. Wobei zwischen Los Angeles und San Franzisco auch schon mal Temperaturunterschiede zwischen 10-20 Grad liegen können.

Wir können dir für einen Roadtrip im Westen der USA den Frühling oder Herbst empfehlen. Es ist nicht so voll und die findest leicht eine Übernachtungsgelegenheit, die Temperaturen sind mit 25 Grad in Los Angeles noch angenehm warm und die Preise sind günstiger.

In Florida sind die Monate November bis April am angenehmsten. Hier ist von Juni bis Oktober Hurrikan Saison.

Die Ostküste rund um New York, lässt sich mit dem deutschen Wetter vergleichen.

Esta – Electronic System for Travel Authorization

Bevor du in die USA einreisen darfst, brauchst du als Deutscher, Österreicher oder Schweizer eine ESTA Reisegenehmigung. Das Beantragen dauert nicht lange und ist relativ einfach. Hier findest du das Formular. Du benötigst einen Reisepass aus einem der oben genannten Länder und eine Kreditkarte oder Paypal Account zur Bezahlung.
Nach dem du das Formular ausgefüllt hast, werden 14$ Gebühr fällig.

Für die Genehmigung solltest du einige Vorlaufzeit einplanen, manchmal dauert die Bearbeitung ein wenig. Am besten beantragst du sie direkt am Anfang deiner Reiseplanung. Homeland Security empfiehlt mehr als 72 Stunden vor Einreise. Wenn dir die ESTA erteilt wurde kannst du nach Einreise 90 Tage lang in den USA bleiben. Sollte sich dein Reisetermin verschieben, keine Panik, die ESTA ist zwei Jahre lang gültig.

Mit dem Flugzeug in die USA

Die USA hat ein gut ausgebautes Netz an Flughäfen. Hier solltest du eigentlich keine Probleme haben den passenden Flughafen für deine Reise finden. Bei der Flugbuchung hast du ein großes Sparpotential. Möchtest du einen Gabelflug machen und damit einige Kilometer sparen oder verteilen sich deine Spots so, dass sich daraus eine Rundreise ergibt?

Wir haben auf unserem Roadtrip im Westen der USA eine Rundreise von Los Angeles nach Los Angeles gemacht. Die Flugpreise haben wir bereits einige Wochen auf Skyscanner beobachtet, bevor wir schließlich zugeschlagen haben. Das und ein bisschen Flexibilität im Abflugdatum, hat uns 150 Euro pro Person gespart. Außerdem hatten wir einen Zwischenstopp in Zürich. Ein kurzer Stopp machte uns nichts aus und Non Stopp wäre um einiges teurer gewesen.

Wie kommst du von A nach B?

Wir wollten unseren Roadtrip in den USA eigentlich mit einem Camper machen. Leider hat das auf Grund verschiedener Beschränkungen nicht geklappt. Also haben wir uns einen Mietwagen gebucht.

In den meisten Staaten darfst du erst ab 21-25 Jahren einen Mietwagen buchen. Außerdem musst du mindestens seit einem Jahr einen gültigen Führerschein haben.Für die Hinterlegung der Kaution benötigst du außerdem eine Kreditkarte.

Auch hier gilt für dich als Schnäppchenjäger: Buche die kleinste Kategorie an Mietwagen. Mit ein bisschen Glück haben die Vermietungen diese Autos gar nicht oder nur in geringer Stückzahl verfügbar und du bekommst automatisch ein kostenloses upgrade. Ansonsten gilt „Fragen kostet nichts“.

Straßenverkehr in den USA

Du benötigst theoretisch keinen internationalen Führerschein um ein Auto in den USA anzumieten. Trotzdem würden wir dringend empfehlen einen internationalen Führerschein zu beantragen und zusätzlich zu deinem europäischen Führerschein mitzuführen.

Alkohol

Die meisten Staaten haben eine Grenze von 0,8 Promille. Generell gilt aber, dass das Führen eines Fahrzeuges unter Alkoholeinfluss streng verboten ist. Um sicher zu gehen also 0,0 Promille! Außerdem darf Alkohol nur im Kofferraum transportiert werden und in Wohnmobilien außerhalb der Reichweite des Fahrers.

Kindersitze

Kindersitze und welche du benutzen darfst ist ein kompliziertes Thema in den USA. Jeder der US-Bundesstaaten hat seine eigenen Regeln zur Kindersicheren. Die ständigen Änderungen machen es da nicht leichter durchzublicken.
Möchtest du auf Nummer sicher gehen, kaufst oder leihst du dir vor Ort die Sitze.

Verkehrskontrolle

Wenn du in eine Verkehrskontrolle gerätst. Bleib im Auto sitzen, öffne das Wagenfenster und lass deine Hände sichtbar am Lenkrad. Folge auf jeden Fall den Anweisungen des Polizeibeamten.

Noch ein paar Regeln für deinen Roadtrip in den USA

  • Lichtpflicht in den meisten Bundeslstaaten
  • An haltenden Schulbussen mit Warnlicht darfst du nicht vorbeifahren (auch nicht in der Gegenrichtung)
  • Rauchen ist im Fahrzeug verboten, wenn minderjährige mitfahren

Übernachtungsgelegenheiten auf deinem Roadtrip in den USA buchen

Unsere ungefähre Routenplanung stand schon vor Abflug fest. Die Übernachtungsgelegenheiten haben wir spontan gebucht, so waren wir flexibel und hätten unsere Route jederzeit ändern können.
Wir waren im Oktober/November unterwegs, was wirklich absolute Nebensaison ist, die Hotels und Airbnbs waren wenig ausgelastet, somit hatten wir immer die freie Auswahl.

Gebucht haben wir alle Unterkünfte entweder über die booking.com App oder die Airbnb App. Es empfiehlt sich beide auf dem Handy zu haben, so kannst du ein bisschen vergleichen.

Möchtest du wissen welche Apps wir auf Reisen benutzen, schau gerne in unseren Reise App Beitrag.

Unser Tipp: Solltest du in der Nebensaison unterwegs sein, buche immer die niedrigste Zimmerkategorie und frage an der Rezeption noch einem Upgrade. Wir haben in fast jedem Hotel ein kostenloses Upgrade bekommen.

Nationalparks und der „America the beautiful pass“

Die USA ist nicht nur für ihre gigantische Städte bekannt. Nein auch die Landschaft kann sich sehen lassen. Denk nur mal an den Grand Canyon, den Yellow Stone National Park oder auch an die Everglades. Da die Entfernungen wie erwähnt sehr groß sind, wirst du in zwei Wochen nur einen Bruchteil der Parks schaffen. Ganze 61 offizielle Nationalparks findest du über das ganze Land verteilt. Wenn du aber planst mehrere Parks zu besuchen, besorge dir am besten den „American the beautiful pass“. Mit dieser Jahreskarte für knapp 80 USD kannst du alle teilnehmenden Nationalparks im ganzen Land besuchen. Die Highlights dieses Passes und ab wann er sich lohnt, zeigen wir dir in einem separaten Artikel.

Bezahlen in den USA

Keine Kartenzahlung möglich? Das wirst du so gut wie nie in deinem Urlaub zu hören bekommen. In den USA wird fast alles mit Kreditkarte bezahlt. Bargeld wirst du sehr selten brauchen (außer fürs Trinkgeld – siehe unten). Je nachdem welche Kreditkarte du hast, werden bei der Bargeldabholung beziehungsweise bei der Zahlung Gebühren fällig. Hier erkundigst du dich am besten bei deiner Bank.

Trinkgeld – Ein paar Tipps fürs Tip

In den USA ist das Trinkgeld ein fester Bestandteil, wenn nichts sogar der Hauptverdienst für viele Servicekräfte. Warst du also zufrieden und es gab nichts zu meckern, werden 15 bis 20 Prozent Trinkgeld auf deine Rechnung empfohlen. Beinahe alle Dienstleistungen erwarten das sogenannte Tip.

In Taxis kannst du oft das Trinkgeld auf der digitalen Anzeige wählen, 15 Prozent sind hier das niedrigste. Wenn du in einem Hotel übernachtest, solltest du immer Dollarscheine im Geldbeutel haben. Das sonst so verhasste Bargeld ist beim Tip Gold wert. Hotelpagen bekommen üblicherweise zwei bis drei Dollar, in Bars gibt’s einen Dollar pro Drink und für das Reinigungspersonal lässt man auch einige Dollar auf dem Hotelzimmer.

In Fastfood Läden oder Coffee Shops mit Tresen Service gibt man normalerweise kein Trinkgeld.

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