In Schweden unterwegs

– Alles auf einen Blick

Schweden ist -vor allem im Sommer- ein sehr beliebtes Reiseziel mit Kindern. Besonders zu der warmen Jahreszeit stehen dir alle Möglichkeiten offen. Egal ob du eine der bunten schwedischen Städte oder einen der vielen Seen besuchst, du wirst Schweden lieben. Vor allem draußen in der Natur gibt es einiges zu entdecken – Immerhin werden 50% der gesamten Fläche von Wäldern bedeckt. Viele spannende Aktivitäten für Groß und Klein, ob an Land oder zu Wasser warten auf dich.

Damit du deine Schweden Reise genießen kannst, haben wir hier einige Tipps und wichtige Reiseinformationen, mit denen du gut vorbereitet in dein Abenteuer startest.

Beste Reisezeit für deine Schweden Reise

Schweden ist zu jeder Jahreszeit ein wunderschönes Reiseziel mit Kindern. Wenn es dir vor allem ums Sightseeing in eine der größeren Städte geht, gibt es keine Beschränkungen durch die Jahreszeiten.

Der Sommer ist mit Temperaturen um die 25 Grad, vor allem mit Kindern, mehr als angenehm. Du wirst selten erleben, dass das Thermometer über 30 Grad klettert. Der Sommer ist die Hauptsaison für Schweden Reisen. Oft reisen die Einheimischen selbst zu dieser Zeit, sodass es dir passieren kann, dass einige kleinere Geschäfte geschlossen haben.

Wenn du wegen der Polarlichter nach Schweden reist, würden wir dir die Zeit zwischen September und April empfehlen. Mit etwas Glück und guten Wetterverhältnissen steht deiner Jagd nach den Nordlichtern nichts mehr entgegen.

Zudem gibt es in Schweden einige hervorragende und vor allem familienfreundliche Skigebiete. Das macht die Reise im Winter zum doppelten Highlight für dich. Die Skisaison beginnt im Dezember und endet im April.

Mückenplage?

Jeder hat sicher schon einmal von dem Gerücht gehört, das Schweden im Sommer von Mücken Massen heimgesucht wird. Das stimmt nur bedingt und kommt auf die Region an.

Im Süden wirst du weniger Mücken als im Norden bemerken. Besonders rund um den Fluss Dalälven herrscht ein richtiges Mückenproblem. Hier treibt die Überschwemmungsmücke von Juni bis August ihr Unwesen. Die Schweden bekämpfen diese Plage jedes Jahr aufs Neue und nehmen bereits vorzeitig Proben aus den Gewässern, um die Anzahl der Mücken schätzen zu können.

Die normale Waldmücke hingegen kannst du von Mai bis Oktober überall in Schweden antreffen. Aber auch hier variiert die Population von Jahr zu Jahr.

Allgemein gilt, in den südlichen Regionen von Schweden wirst du auf nicht mehr Mücken als in Deutschland treffen. Wir hatten eine Woche lang ein Häuschen im Süden am See und blieben von Mückenstichen verschont.

Deine Anreise

Die Anreise nach Schweden ist denkbar einfach. Du hast jede Menge Optionen, wie du in das Land von Pippi Langstrumpf und den Zimtschnecken kommst. Hier zeigen wir dir ein paar der einfachsten Möglichkeiten

Mit dem Auto nach Schweden:

Mit dem Auto kommst du kinderleicht nach Schweden, du fährst durch Dänemark und überquerst dann die Öresundbrücke. Die Öresundbrücke ist laut Wikipedia die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr. Auf der Brücke werden 54 Euro Maut verlangt, durch eine Onlinebuchung vorab kannst du noch ein bisschen sparen. Der Preis für die Überquerung der 7,8 km langen Brücke ist auf den ersten Blick sehr hoch, jedoch wird die Überfahrt schon eines der Highlights deiner Schweden Reise sein.

Mit Auto und Fähre:

Wenn du dir die Autofahrt durch Dänemark sparen willst, kannst du einen Teil der Strecke von Deutschland mit der Fähre zurücklegen. Dabei hast du die folgenden Fährverbindungen zur Wahl:

  • Kiel nach Göteburg in etwa 14 Stunden und 30 Minuten
  • Rostock nach Trelleborg in etwa 6 Stunden
  • Travemünde nach Trelleborg in etwa 7 Stunden und 45 Minuten
  • Travemünde nach Malmö in etwa 8 Stunden und 45 Minuten

Welche Fährverbindung für dich am besten ist, hängt davon ab wo du hin möchtest. Der Preis spielt dabei auch eine Rolle. Am besten vergleichst du hier vorab die verschiedenen Verbindungen.

Für den Fall, dass du die Öresundbrücke meiden möchtest, kannst du auch die Fähre von Helsingør (Dänemark) nach Helsingborg in Schweden nehmen. Die Fahrzeit beträgt circa 20 Minuten.

Durch die Anreise mit deinem eigenen Wagen hast du dir das Geld für den Mietwagen gespart. Trotzdem ist es eine der teuersten Varianten da du Spritkosten und Mautgebühren berücksichtigen musst. Günstiger und schneller geht es mit dem Flugzeug.

Mit dem Flugzeug anreisen:

Schweden hat einige Flughäfen. Die bekanntesten sind sicherlich Malmö, Stockholm und Göteborg. Eine weitere Option wäre mit dem Flugzeug nach Kopenhagen (Dänemark) zu fliegen und von dort mit dem Zug oder einem Mietwagen die Öresundbrücke zu überqueren. Das geht wirklich sehr schnell und solltest du dir merken, wenn du eher den südlichen Teil von Schweden bereisen möchtest.

Der Verkehr in Schweden

Die Schweden sind ein gemütliches Volk, das spiegelt sich auch in der Art und Weise, wie sie fahren. Auf schwedischen Straßen geht es ruhiger zu als du es vielleicht von Deutschland gewohnt bist, es wird wenig gedrängelt und der Tempomat wird zu deinem besten Freund werden. Wegen des geringen Tempolimits werden dir manche Strecken unendlich lang vorkommen, oft fährst du 50 Kilometer am Stück mit Tempomat, ohne auch nur einmal den Fuß zu benutzen.

In Schweden gelten die folgenden Geschwindigkeitsbegrenzungen:

  • Innerhalb von Ortschaften 50km/h
  • Landstraße 70 km/h
  • Autobahn 110km/h

Manchmal ist es erlaubt bis auf 120km/h zu beschleunigen, doch das ist eher die Ausnahme.

Weitere Verkehrsinformationen

In Schweden muss das Abblendlicht egal zu welcher Tageszeit eingeschaltet sein. Autos, die für den schwedischen Markt gebaut werden, schalten das Abblendlicht automatisch beim Starten der Zündung ein.

Das Fahren mit Alkohol im Blut wird in Schweden sehr streng geahndet. Bereits ab 0,2 Promille musst du mit hohen Strafen rechnen. Ab 0,3 Promille musst du dich von deinem Führerschein für bis zu 12 Monate verabschieden. Mal ganz abgesehen von den polizeilichen Strafen, herrscht in Schweden eine 0 Toleranz was das Fahren mit Alkohol im Blut betrifft. Willst du nach dem Genuss eines Bieres noch Fahren, wirst du schon mit bösen Blicken gestraft.

Auch wenn du das Handy während der Fahrt in die Hand nimmst, kommen hohe Strafen auf dich zu. Erlaubt ist es jedoch das Handy zu bedienen, wenn es in einer Halterung steckt.

Du kennst sicher das Warnhinweisschild mit dem Elch darauf? Auf den schwedischen Straßen werden dir diese Schilder öfter begegnen. Tatsächlich passieren jährlich etwa 5000 Unfälle bei denen Elche mit Autos zusammenstoßen. Diese Unfälle gehen nicht selten tödlich aus. Falls also ein Elch vor dir auf der Straße auftaucht, bemühe dich auszuweichen. Elche sind viel größer als Rehe oder Hirsche und die Spur zu halten könnte tödlich für dich enden.

Camping in Schweden

Schweden ist perfekt für einen Campingurlaub geeignet.

In Schweden herrscht das Jedermanns Recht, das heißt, dass du dich in der Natur frei bewegen darfst. Mit einem Zelt ist dir sogar das Wildcampen erlaubt. Leider gilt das Jedermannsrecht nicht für Fahrzeuge. Deshalb musst du mit deinem Camper einen Campingplatz anfahren. Eine Ausnahme bilden öffentliche Parkplätze, Straßenenden oder Plätze direkt am Strand. Dort ist es dir erlaubt für eine Nacht, ohne die Möbel raus zu stellen, kostenlos zu stehen. Hier musst du aber darauf achten, dass das Übernachten nicht ausdrücklich verboten ist.

Aber selbst ohne Wild-Camping wirst du viele schöne Campingplätze in der Natur finden. Mit Preisen von 15 bis 30 Euro sind sie außerdem gut bezahlbar.

Die schwedische Sprache

Während deiner Schweden Reise kann es sein, dass du denkst, manche Wörter auf den Schildern verstehen zu können. Oft kannst du schwedische Wörter entweder aus dem Deutschen oder aus dem Englischen ableiten. Das kommt daher, das schwedisch eine germanische Sprache ist und damit dieselbe Basis wie Deutsch oder auch Englisch hat. Achte mal darauf!

Das gesprochene Wort ist jedoch trotz aller Gemeinsamkeiten nicht zu verstehen. Macht nichts, die meisten Schweden verstehen und sprechen sehr gutes Englisch. Wenn du Glück hast, spricht dir dein gegenüber sogar Deutsch.

Außerdem sind sie sehr höflich, sodass sie sofort die Sprache wechseln werden, wenn sie merken, dass du sie nicht verstehst.

Währung

Zwar ist Schweden schon seit 1994 Mitglied der Europäischen Union, hat aber weiterhin die Währung Schwedische Kronen (SEK oder SKR) beibehalten. 1 Euro entspricht circa 10 SKR. Natürlich schwanken die Wechselkurse, also am besten noch einmal vor deiner Abreise checken.

Das Hauptzahlungsmittel in Schweden ist die Kreditkarte. Schweden will nach und nach komplett zum bargeldlosen zahlen übergehen und zögert nur noch wegen der Rücksicht auf die ältere Generation und Touristen.

Auch sehr beliebt ist das bargeldlose Zahlen via Handy. Dafür nutzen viele Schweden die App Swish. Diese App wurde gemeinsam von den sechs größten schwedischen Banken entwickelt und das Bezahlverfahren ist mit dem von Paypal vergleichbar. Das hier in Deutschland so beliebte PayPal ist in Schweden übrigens nahezu unbekannt.

Internet

Das W-LAN Netz in Schweden ist sehr gut ausgebaut. Ein W-LAN Hotspot jagt den nächsten. Du wirst in den meisten Geschäften sowie Restaurants fündig werden.

Wenn du mit dem Camper unterwegs bist, halte Ausschau nach den ICA Supermärkten oder einem Mc Donalds. Hier hast du auf jeden Fall einen kostenlosen Zugang zum W-LAN.

Rauchen

Als Raucher hast du es in Schweden nicht leicht. Zigaretten sind sehr teuer und außerdem wird das Rauchen nicht gern gesehen. In Hotels und Restaurants ist es strengstens verboten.

Einkaufen in Schweden

Die Lebensmittelgeschäfte in Schweden haben täglich geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen kannst du also einkaufen. Besonders praktisch ist das, wenn du an einem Wochenende anreisen möchtest. Im Großen und Ganzen sind die Preise für Lebensmittel ähnlich wie in Deutschland, ein bisschen teurer vielleicht, wenn man bedenkt, dass die Mehrwertsteuer bei 25% liegt. Große Ausnahmen bilden Brot, Gemüse, Obst, Milchprodukte und natürlich Alkohol. Bei diesen Produkten musst du etwas tiefer in die Tasche greifen, jedoch längst nicht so tief wie beispielsweise in Island oder Norwegen.

Coop und ICA sind die bekanntesten Supermarktketten, einen dieser beiden findest du beinahe in jedem Örtchen.

Umso ländlicher und einsamer du wohnst, umso höher sind die Preise für Lebensmitteln in den Geschäften. Einzig und allein Lidl (ja seit einiger Zeit gibt es auch Lidl in Schweden) macht bei dieser regionalen Preispolitik nicht mit.

Schweden mit Kindern

Schweden ist eines der kinderfreundlichsten Länder der Welt. Kinder werden hier als richtige Personen wahrgenommen und stehen den Erwachsenen in ihren Rechten fast in nichts nach. Da die Schweden ihre Kinder einfach überall mit hinnehmen, ist es für sie selbstverständlich eine kinderfreundliche Umgebung zu schaffen. Das fängt mit kleinen Tritthockern an und hört mit pürierten Breien im Restaurant noch nicht auf.

Die Erziehung der Kinder ist in Schweden übrigens nicht unbedingt Frauensache. Du wirst auf deiner Reise genauso oft Männer sehen, die mit den kleinen auf dem Spielplatz sitzen. Spielplätze gibt es in Schweden wie Sand am Meer und meistens gibt es auch Spielgeräte für die ganz Kleinen.

Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Sachen Kindererziehung hat in Schweden einen hohen Stellenwert. Das macht sich bezahlt, die Geburtenrate in Schweden liegt weit über dem EU-Durchschnitt. Was dir auch auffallen wird ist, dass in Schweden auch die Männertoiletten mit Wickeltischen ausgestattet sind, was ja hier in Deutschland eher ungewöhnlich ist.

Du siehst also, du wirst es auch mit mehreren Kindern auf deiner Reise nach Schweden sehr leicht haben. Hier haben wir dir noch ein paar Tipps für die Reise nach Südschweden mit Kindern zusammengestellt.

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