Neuseeland – Tipps für das Land am Ende der Welt

Bei vielen wohl das Sehnsuchtsziel Nummer eins – Neuseeland. Nirgendwo wirst du so viele verschiedene Eindrücke, Landschaften und Naturphänomene auf so kleinem Raum finden. Jeder kommt hier auf seine Kosten, egal ob du ein Naturliebhaber, Actionfan oder mit kleinen Kindern unterwegs bist. Die Vielfältigkeit des Angebots scheint schier unendlich. Ob du heute einen der unglaublichen Great walks läufst, morgen in Queenstown aus dem Flugzeug springst oder übermorgen vielleicht mit Delfinen schwimmst, nur deine Fantasie ist die Grenze.

Die beste Reisezeit für deinen Neuseeland Besuch

Zuerst die gute Nachricht, Neuseeland kann ganzjährig bereist werden. Die Jahreszeiten in Neuseeland sind entgegengesetzt den unsrigen, das heißt Winter wird zu Sommer und Sommer wird zu Winter. Aber auch der Sommer ist kein Garant für durchweg gutes Wetter. Das Wetter ist sehr wechselhaft, so ist es keine Seltenheit vier Jahreszeiten an einem Tag zu erleben, ohne sich vom Fleck zu bewegen.
Neuseeland besteht aus zwei Inseln, der Südinsel und der Nordinsel. Während es auf der Südinsel immer ein paar Grad kälter ist, herrschen auf der Nordinsel eher mildere Temperaturen. Dazu kommen noch die Wetter Unterschiede zwischen Ost und West Seite der Inseln. Ganz schön kompliziert, oder? Am besten lebst du während deiner Reise nach dem Motto: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ und ziehst dich nach dem Zwiebelprinzip an.

Der Sommer in Neuseeland – Die Hauptreisezeit

Während der Monate Dezember bis Februar, dem neuseeländischen Sommer, herrscht Hochsaison auf beiden Inseln. Während wir also an Weihnachten auf Schnee hoffen, können sich die Neuseeländer über Temperaturen von 21-25 Grad freuen. Der Sommer ist eine regenarme Zeit mit vielen Sonnenstunden. Wie überall in der Hauptsaison, sind die Preise für Campingplätze, Hotels und Mietfahrzeuge natürlich um ein Vielfaches teurer. Außerdem finden in dieser Zeit die langen Sommerferien der Kiwis statt. Das heißt nicht nur Touristen sind unterwegs, sondern auch die Neuseeländer.

Frühling und Herbst in Neuseeland – Die Nebensaison

Im Frühling erwarten dich 16 bis 19 Grad. Das Wetter ist oft sehr durchwachsen und viele der Berggipfel werden wahrscheinlich noch von Schnee bedeckt sein.
Der Sommer will Neuseeland häufig gar nicht so richtig verlassen, die durchschnittlichen Temperaturen im Herbst betragen 18 bis 25 Grad. Gegen Ende April wird es dann stetig kühler, besonders auf der Südinsel könnte es auf höheren Lagen schon schneien.
Der Vorteil an der Nebensaison ist aber, weniger Reisende gleich günstigere Preise. Du kannst schon mal richtige Schnäppchen schlagen und einen Camper um einiges günstiger bekommen als zur Hauptsaison. Campingplätze und Hotels lassen sich während deiner Reise auch mal spontan buchen.

Winter in Neuseeland

Der Winter, von Juni bis August, ist eine eigene Saison für sich. Die Niederschläge sind am höchsten und auf höheren Lagen bleibt der Schnee liegen. Auf der Südinsel startet die Skisaison, besonders in Queenstown herrscht Hochsaison. Außerhalb der Skigebiete sind wenige Reisende unterwegs und es kann sein das einige Straßen, besonders in der Alpenregion, gesperrt sind.
Auf der Nordinsel sind zu dieser Zeit die Temperaturen milder, so erreicht Auckland durchaus schon mal die maximale Temperatur von 14 Grad. Zum Campen ist der Winter nicht die optimalste Jahreszeit, aber es ist durchaus möglich.

Wir haben Neuseeland von Mitte März bis Ende April besucht und ja, es konnte nachts schon mal etwas kälter werden und auch tagsüber waren wir manchmal froh eine leichte Jacke dabeizuhaben, aber dafür war nicht ganz so viel los an den Hotspots und es war leicht freie Campingplätze oder kleine Stellplätze zu finden. Für uns war es die optimale Reisezeit.

Deine Reisedauer

Die Frage nach der Reisedauer ist schwer zu beantworten. So lange wie möglich!
Zwar ist Neuseeland nur etwa so groß wie Deutschland, aber es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Allein die Flüge nehmen schon mindestens drei bis vier Tage deiner Zeit in Anspruch. Dazu kommt noch die Zeitverschiebung von 12 Stunden zu Deutschland, was dir, falls du an Jetlag leidest, nicht gerade in die Karten spielt.
Schätzungsweise solltest du mindestens drei Wochen durch Neuseeland reisen, für alles was darunter liegt planst du am besten nur eine der beiden Inseln zu besuchen.

Neuseeland Reiseführer

Wir lieben Reiseführer und haben eine ganze Reihe davon zuhause. Für unsere Neuseelandreise hatten wir den Dumont Führer für Neuseeland dabei. Wir waren durchweg zufrieden und er hatte für uns alle notwendigen Informationen. Man muss aber dazu sagen, dass wir die Rubrik Übernachten komplett außer Acht gelassen haben, da wir hierfür die App Camper Mate hatten.

Einreise und Visum

Zur Einreise nach Neuseeland benötigst du einen Reisepass der noch mindestens drei Monate gültig ist, und mindestens zwei freien Seiten enthält. Dazu kommt noch einen Nachweis darüber, dass du vor hast das Land wieder zu verlassen (Rückflugticket oder Weiterflugticket) und einen Nachweis darüber das du dem neuseeländischen Staat nicht auf der Tasche liegen wirst, ca. 1000 NZD pro Person und pro Monat.

In deinem Flugticket ist eine Gebühr enthalten, die sogenannte „Border Levy“. Diese Gebühr beträgt zwischen 16 und 18 NZD und ist für die Grenzkontrollen. Da die Gebühr in deinem Ticket enthalten ist, musst du sie nicht noch einmal bezahlen.

ACHTUNG! Seit neustem musst du für deine Einreise nach Neuseeland eine elektronische Einreisegenehmigung (NZeTA, New Zealand Electronic Travel Authority) beantragen. Diese NZeTA kannst du online über die Webseite oder über eine App anfordern. Bis zu 72 Stunden kann die Genehmigung dauern und ist ab diesem Zeitpunkt für beliebig viele Reisen (für 3 Monate) innerhalb von zwei Jahren gültig. Die Beantragung per App kostet aktuell 9 NZD, per Webseite 12 NZD. Dazu kommt noch die Touristenabgabe (IVL) in Höhe von 35 NZD, diese sollen in Infrastruktur- und Umweltprojekte fließen.

Bei Einreise erhältst du einen Stempel in deinen Reisepass, der dann für drei Monate gültig ist. Nach Ablauf der drei Monate musst du das Land verlassen, kannst aber danach wieder für drei Monate einreisen. Tust du das nicht und bleibst länger als 3 Monate, erwarten dich Geldstrafen und eine Einreisesperre.

Working Holiday Visum

In Neuseeland gibt es auch wie zum Beispiel in Australien, die Möglichkeit des Working Holiday Visums. Falls du zwischen 18 und 30 Jahren alt bist, könnte dieses Visum interessant für dich sein. Bestimmt hast du schon mal von „Work & Travel“ gehört“?! Zwölf Monate lang hast du damit die Möglichkeit in Neuseeland zu arbeiten und zu reisen und lernst damit Land und Leute besser und intensiver kennen.
Auch hierfür benötigst du wieder ein Rückflug oder Weiterflugticket, sowie ein Finanznachweis von ca. 4000 NZD. Damit will das Land Neuseeland sich absichern, dass du nicht vor hast für immer zu bleiben und durch staatliche Mittel finanziert werden musst.
Für alle Visa Optionen, länger als die üblichen drei Monate Touristenvisum, kannst du die Webseite Immigration New Zealand besuchen. Hier bekommst du schnell und unkompliziert unter Angabe deines Reisepasses alle benötigten Informationen ausgespuckt.

Ankunft in Neuseeland

Schon im Flugzeug bekommst du eine Passenger Arrival Card vom Flugpersonal ausgehändigt. Dieses Formular musst du unbedingt wahrheitsgemäß ausfüllen. Hier wird zum Beispiel abgefragt welche Länder du vorab besucht hast, ob du Lebensmittel mit dir führst oder (benutztes) Wander- oder Campingequipment dabeihast.
Neuseeland ist sehr streng in solchen Kontrollen, damit nichts eingeführt wird, was der heimischen Vegetation schaden könnte. Darunter zählen auch Tiere und Pflanzen. Sehr schmutzige Schuhe solltest du also vorab gründlich putzen.
Nach deiner Ankunft wirst du dieses Formular bei einem Grenzbeamten abgeben müssen und er oder sie wird dir dazu ein paar Fragen stellen. Davor stehst du erst einmal an. Während der Wartezeit wirst du viele Schilder sehen, die dich dazu auffordern noch einmal alles zu kontrollieren, damit nicht doch noch irgendwo frische Lebensmittel oder andere deklarationspflichtige Gegenstände zu finden sind. Ein vergessener Apfel kann dich 400 NZD kosten.

Impfungen und Gesundheit

Für dich als Europäer ist für Neuseeland keine speziellen Impfungen vorgeschrieben. Empfohlen sind lediglich die Standardimpfungen. Neuseeland hat ein sehr gutes Gesundheitssystem, was besonders das Reisen mit Kindern erleichtert. Es gibt keine extrem gefährlichen Tiere oder Insekten, die tropische Krankheiten übertragen.
Auf folgende Gefahren könntest du in Neuseeland treffen:

  • Katipo-Spinne: sehr selten
  • Rotrück-Spinne: Gegengift frei verkäuflich in Apotheken
  • Whiteback-Spinne: Schmerzhafte Bisse
  • Seeschlange: schwarz/gelb gefärbt und richtig giftig
  • Sandlfies: Diese kleinen Fliegen sind besonders nervig. Häufig triffst du sie in der nähe von stehenden Gewässern an. Die kleinen Sandfliegen beißen dich und das kann zu extrem juckenden allergischen Reaktionen führen.
  • Sonne: Unterschätze niemals die UV-Strahlung in Neuseeland. Durch die gute, klare und unverschmutzte Luft, sind die Sonnenstrahlen in Neuseeland und Australien besonders intensiv. Trage am besten immer Sonnencreme auf, besonders bei Kindern. Ansonsten gilt “Slip into a shirt, slop on some sunscreen, slap on a hat and wrap on a pair of sunglasses.”
  • Erbeben: Etwa 20.000 Erdbeben zählt Neuseeland jedes Jahr. Viele davon natürlich nicht spürbar. Höchstwahrscheinlich wirst du während deinem Besuch das ein oder andere kleine Erdbeben miterleben. In vielen Gebäuden findest du Notfallpläne an den Türen, die dir im Ernstfall helfen können. Größere Erbeben die Katastrophen anrichten wie 2011 in Christchurch, sind zum Glück selten.

Sprache

In Neuseeland als ehemalige britische Kolonie wird Englisch gesprochen, 96 Prozent der Einwohner sprechen Englisch. Dabei hat Neuseeland sogar drei Amtssprachen: Englisch, Te Reo Māori und die neuseeländische Gebärdensprache. Maori ist dir Sprache der Ureinwohner, den Maoris. Sie wird nur von einem geringen Teil der Bevölkerung gesprochen oder verstanden, mittlerweile besteht aber die Möglichkeit die Sprache als Wahlfach in der Schule zu erlernen. Auf Maori heißt Neuseeland übrigens „Aotearoa“, was so viel bedeutet wie „Land der langen weißen Wolke“.

Die beliebtesten Fremdsprachen der Kiwis sind Chinesisch, Französisch, Japanisch und Deutsch.

Kosten und Währung

Die Währung in Neuseeland ist der Neuseeland Dollar (NZD). Der Kurs steht ungefähr bei 1 Euro = 1,70 NZD. Es reicht, wenn du ein wenig Bargeld am Flughafen abhebst, wie auch in den USA wird in Neuseeland so gut wie alles mit Karte bezahlt. Wir haben am Anfang 100 NZD abgehoben und haben einen großen Teil wieder mit nach Hause gebracht.

Neuseeland ist kein günstiges Reiseziel, soviel steht fest. Jedoch hast du einen großen Batzen mit dem Flug bereits hinter dir. Jetzt kommt es darauf an welche Standards du dir setzt. Möchtest du in Hostels leben, öffentliche Verkehrsmittel nutzen oder einen Camper kaufen und später wieder verkaufen, sparst du natürlich eine Menge Geld. Möchtest du lieber in Hotels schlafen, dir einen Mietwagen nehmen oder einen Camper mieten kostet das natürlich mehr.

Zusammengefasst kann man sagen, wie viel deine Reise kostet hängt von den Kosten für Flug, Transport, Unterkunft, Verpflegung und welche Aktivitäten du machen möchtest ab. Hast du einen günstigen Flug (Unter 1000 Euro) erwischt hast du auf jeden Fall schon mal ein paar Euro mehr zur Verfügung. Sparst du häufiger mal an der Unterkunft, kannst du vielleicht mehr Aktivitäten machen. Für die Verpflegung kannst du mit dem Camper etwa 20 bis 25 Euro pro Tag, pro Erwachsene Person rechnen. Bei uns haben Pre-Milch und Baby Gläschen das Ganze noch etwas erhöht.
Du merkst, die Kosten hängen stark von deinem Empfinden für Komfort und deiner Art zu reisen ab.

Anreise Neuseeland

Wie kommst du denn nun in dieses unglaubliche Land am Ende der Welt?
Zugegeben, die Anreise ist etwas mühsamer als beispielsweise ein Urlaub in Europa, aber der Aufwand lohnt sich.
Der Flug nach Neuseeland dauert mindestens 24h und du musst mit einem manchmal auch mehreren Zwischenstopps rechnen. Hast du genug Zeit, kannst du deinen Zwischenstopp ein bisschen verlängern und vielleicht zwei Tage in Singapur bleiben. Zwischenstopps sind auch zum Beispiel in Dubai oder Hongkong möglich.

Damit du möglichst viel sehen kannst, buchst du am besten einen Gabelflug. Zum Beispiel landest du in Christchurch und fährst bis nach Auckland um von dort aus wieder nach Hause zu fliegen. Oft ist der Mietwagen/Camper in diese Richtung sogar günstiger, weil viele Reisende in Auckland landen und folglich den Mietwagen in Christchurch abgeben. Diese Mietwagen müssen irgendwie wieder zurück transportiert werden, was du dann in dem Fall übernimmst.

Falls du nur eine der beiden Inseln besuchen möchtest, brauchst du natürlich keinen Gabelflug. Auf der Südinsel stehen die die Flughäfen Queenstown und Christchurch zur Verfügung, auf der Nordinsel der Flughafen in Auckland.

Fortbewegung in Neuseeland

Neuseeland ist fast so groß wie Deutschland, ist aber mit nur etwa 5 Millionen Einwohner sehr dünn besiedelt. Um von Ort zu Ort kommen gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche du wählst, ist Geschmacksache und hängt zu einem Großteil auch davon ab wie viel Zeit du mitbringst. Bedenke nur, in Neuseeland herrscht Linksverkehr. Das mag am Anfang ungewohnt sein, du wirst dich aber schnell dran gewöhnen.

Camper

Viele Reisende wählen den Camper als Fortbewegungsmittel. Klar, du bist flexible, hast dein Zuhause direkt mit dabei und kannst beinahe überall stehen, wo es dir gefällt. Mit Einschränkungen ist in Neuseeland sogar das Wildcampen erlaubt. Es gibt die Möglichkeit den Camper kaufen und später wieder zu verkaufen oder ihn zu mieten.

Mietwagen

Im Vergleich zum Camper sind die Kosten für einen Mietwagen relativ überschaubar. Dafür kommen natürlich noch die Hotelkosten hinzu. Du wirst öfter die Unterkunft wechseln müssen, hast dafür aber natürlich mehr Komfort. Die Tankkosten sind geringer aber dafür verpasst du einige tolle Stellplätze mitten in der Natur.
Dazu gibt es noch die Möglichkeit mit Öffentlichen Verkehrsmitteln oder per Anhalter zu Reisen. Beides soll sehr gut funktionieren, haben wir aber leider nicht ausprobiert.

Fähre

Wenn du deinen Mietwagen oder Camper behalten willst, musst du die Cook Street mit der Fähre überqueren. Es gibt zwei Fähren die täglich mehrmals zwischen den beiden hin und her fahren. Übrigens haben wir gehört, dass Mietwagen (Camper schon) oft nicht mit auf die Fähre genommen werden, sondern dass man auf der anderen Insel einen neuen Wagen bekommt. Informiert euch dazu am besten bei eurer Mietwagenfirma. Das spart natürlich einiges an Geld, da der Wagen auf der Fähre zusätzlich zu den Personen berechnet wird.

Flug

Wenn du ohne Wagen unterwegs bist oder Zeit sparen möchtest, wäre es eine gute Idee nach einem Inlandsflug Ausschau zu halten. Manchmal findest du hier richtige Schnäppchen, die unter dem Preis der Fähren liegen.

Für uns hat sich der Camper definitiv gelohnt. Wir waren froh mit unserem Baby nicht ständig die Umgebung wechseln zu müssen. So hatten wir jeden Abend das gleiche Bett, wenn auch an einem anderen tollen neuen Ort. Wir haben die Cook Street mit Fähre und Camper überquert, was zwar relativ teuer, aber für uns die einfachste Variante war. Außerdem war die überfahrt trotz Regen wirklich schön, wir haben Delfine gesehen und einen wunderschönen Sonnenaufgang.
Vielleicht noch interessant für dich: Als wir unseren Camper abgeholt haben, mussten wir noch einen kurzen Linksverkehr Test machen. Es war nicht schwer und hat auch maximal fünf Minuten gedauert.

Camping und Unterkünfte in Neuseeland

Leider haben wir nur 3 Nächte in Hotels geschlafen, deshalb kennen wir uns auf dem Gebiet nicht so gut aus. Was wir jedoch gut und häufig benutzt haben, sind die neuseeländischen Camping Plätze. Wobei wir immer zwischen Freedom Camping und Campingplatz abgewechselt haben.

Freedom Camping, also das Campen in freier Natur (Wildcampen) ist in Neuseeland erlaubt. Unter der Bedingung das dein Camper self-contained ist, also unter anderem eine eigene Toilette besitzt. Trotzdem kannst du dich nicht einfach überall hinstellen. Schau am besten in einer App, wie zum Beispiel Camper Mate nach, welcher kostenlose Platz zum Übernachten geeignet ist.

Hotels hatten wir in Neuseeland zwei verschiedene. In Christchurch haben wir nach unserer Ankunft für eine Nacht im sagoehg geschlafen. In Auckland zwei Mal für jeweils eine Nacht im sljogo.
Mit beiden Unterkünften waren wir sehr zufrieden. Besonders die etwas höher preisigen Zimmer im lksjgo sind wunderschön, darin haben wir uns eine Nacht nach unserer Rückkehr von Fidschi gegönnt.

Unsere Erfahrungen

Wir sind in der Nebensaison gereist und brauchten uns keine sorgen über freie Stellplätz zu machen. Wir haben immer spontan gebucht, oft am selben Tag.
In der Hochsaison sollte das auch funktionieren, allerdings kann es sein das du nicht mehr deinen Wunschstellplatz bekommst, sondern dich mit dem zufrieden geben musst was übrigbleibt.

Es ist also deine Entscheidung, ob du spontan bleiben möchtest oder lieber noch von Deutschland aus deine Unterkünfte vorreservierst. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du immer noch eine Kombination aus beidem machen. Buche die ersten Nächte vor und schau dann, wie es läuft. Häufig gibt es die Möglichkeit bis kurz vor Ankunft zu stornieren, vor allem booking.com bietet diese Option an.

Essen und Einkaufen & Sparen

Neuseeland ist von Europäischen und besonders von britischen Einflüssen geprägt. Das merkt man vor allem an der neuseeländischen Küche. Klassiker sind vor allem Fish & Chips und Pies gefüllt mit zum Beispiel Lammfleisch. Es wird insgesamt sehr viel und gerne Fleisch gegessen. Das merkt man auch in den Supermärkten.

Die Preise im Supermarkt ähneln den Preisen im Deutschen Supermarkt, teilweise sogar ein bisschen teurer. Die Lebensmittelpreise sind eher hoch. Trotzdem machte das Einkaufen in Neuseeland spaß. Die Produkte werden in den Supermärkten ganz anders präsentiert, man fühlte sich als Kunde wahrgenommen und nicht so gehetzt wie in den heimischen Märkten. Folgende Supermärkte wirst du auf deiner Reise in Neuseeland finden:

  • Countdown (ehemals Woolworth): zu vergleichen mit Edeka, du kannst beim Camper Verleih eine Mitgliedskarte ausfüllen und sparst dadurch beim Tanken und Einkaufen. Wenn du die Mitgliedskarte dort nicht findest, frag einfach an der Kasse direkt im Laden. Am besten kaufst du immer zuerst ein und gehst danach tanken. Oft findest du nämlich auf der Rückseite des Kassenbons einen kleinen Preisnachlass für deine nächste Tankfüllung.
  • Pack’n Safe: Wohl der günstigste Supermarkt, hier kann man einige Schnäppchen schlagen. Lebensmittel werden oft in Großpackungen verkauft
  • New World: Die teuersten Märkte, diese Kette haben wir auf unserer Reise gar nicht besucht.
  • FourSquare: In kleineren Orten zu finden, oft ein wenig teurer und beschränktes Sortiment.
  • Fruit World: Frisches Obst und Gemüse, manchmal günstiger als im Supermarkt
  • Warehouse: Hier findest du alles was das Herz begehrt, Von Kartenspielen über Wäschekörbe bis zu unseren „Pampers“ Elektro, Möbel, Heimwerk, Camping, auch Lebensmittel und Apothekenartikel
  • Verkaufstände: Zusätzlich findest du am Straßenrand (auf der Nordinsel häufiger als auf der Südinsel) kleine Verkaufsstände auf Vertrauensbasis. Du suchst dir raus was du haben möchtest und bezahlst den angeschriebenen Preis in eine dort deponierte Box.

Die Öffnungszeiten der neuseeländischen Läden variieren deutlich zu den Deutschen. So hat Pack’n Safe zum Beispiel sieben Tage die Woche jeweils von 8.00 – 22.00 Uhr geöffnet. Nur an einigen wenigen Tagen bleiben die Läden komplett geschlossen: 25.12. Weihnachten, Ostersonntag, ANZAC Day und am 25.4. nur bis 13 Uhr.

Reiseadapter für Neuseeland

Neuseeland hat dreipolige Steckdosen aber dieselbe Netzspannung wie wir (230 Volt). Um deine Geräte aufladen zu können benötigst du einen Adapter. Wir haben uns vor einiger Zeit einen Multifunktionalen Adapter zugelegt, der für alle Steckdosen weltweit geeignet ist. Diese Reiseadapter kannst du natürlich auf jedem Flughafen kaufen, günstiger ist es aber wenn du ihn schon zuhause kaufst.

Internet

Wir haben uns direkt nach unserer Ankunft am Flughafen Christchurch eine neuseeländische SIM-Karte von Spark gekauft und etwa 30 NZD bezahlt. Dazu haben wir nur unseren Ausweis gebraucht. Zehn Minuten später hatten wir unser Handy mit der SIM-Karte ausgestattet.
Der Vorteil an Spark ist das du überall im Land an den pinken Spark Telefonzellen 1 GB pro Tag an WLAN nutzen kannst. Wo sich die nächste Telefonzelle befindet, siehst du hier: https://www.spark.co.nz/help/contacts/support/store-finder/
Für uns hat sich das mobile Internet definitiv gelohnt. Es war sehr praktisch Stellplätze von unterwegs raus suchen zu können, nach dem Wetter zu schauen oder auch mal nach der nächsten Aktivität zu googlen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.